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| Ziehen an der Leine - sanft aber endgültig abgewöhnen! | ||||||||||
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Viele Hundebesitzer scheitern mit ihren Erziehungsversuchen bereits bei der sogenannten "Leinenführigkeit". Eines der ersten Ziele zu Beginn der Erziehung sollte sein, dem Hund der sich allzu sehr ins Zeug legt,das Kräfte zerrende, ungesunde Zerren an der Leine zu verleiden. Die häufig durch Hundetrainer und -vereine propagierten Leinenrucke und kräftiges ziehen am Halsband haben negative Auswirkungen auf die Halswirbelsäule, auf Luft und -Speiseröhre und können hier erhebliche Schäden verursachen.Außerdem können Rückenbeschwerden hervorgerufen werden. Durch die vielfach leider sogar in manchen Hundeschulen immer noch angewendeten Stachel oder -Würgehalsbänder lernt der Hund nur, dass er einen brutalen Besitzer hat und auf einen Schmerz hin folgt instinktiv die Flucht nach vorne.Daher sind derartige Methoden grundsätzlich als Tierquälerei abzulehnen, da auch angebliche "Erfolge" nur kurzzeitig sind. Wer möchte schon einen Hund, der nur aus Angst vor Schmerzen oder Strafe in Demutshaltung einigermaßen brav "bei Fuß" geht? Kopfhalter sind zwar wirkungsvoll, jedoch nicht jedermanns Sache. Bei einem Geschirr verlagert sich der Druck beim Ziehen auf die Brustmuskeln und der Hund wird ebenso wenig wie zuvor bei Fuß gehen sondern weiterhin mit aller Kraft ziehen.Die gewaltfreie Methode zur Leinenführigkeit: Der Hund soll den Weg des geringsten Wiederstandes an unserer Seite selbst finden!Um ihm hierbei zu helfen, suchen wir eine Wiese oder einen leeren Parkplatz (oder ähnliches) auf und befestigen eine 5-10 m lange Leine am Halsband. Eine Rollleine ist ungeeignet, eine sogenannte dünne Feldleine nur bedingt geeignet. Die beste Lösung ist eine breite Leder oder -Nylonleine, wobei man notfalls auch mehrere "normale" Leinen aneinander befestigen kann.Nun geht man 15-20 Schritte geradeaus und beachtet seinen Hund nicht. Er wird weder angesprochen, gerufen noch gelobt oder ähnliches. Man bleibt einen Moment stehen - der Hund wird den Besitzer vermutlich kaum beachten und weiterhin herumschnuppern. Dann geht man im Winkel von 90 Grad nach rechts weitere 20 Schritte. Das Schnuppern wird jäh unterbrochen und der Hund muss notgedrungen folgen. Der leichte Ruck an der Leine wird nicht schmerzhaft, jedoch für den Hund unangenehm sein, da er ihn aus seiner Beschäftigung herausreißt. Das wichtigste an dieser Übung: Es wird kein Wort gesprochen, völlig egal, wie sich der Hund Anfangs verhält, egal wie sehr er sich in der Leine verheddert! Er wird wortlos aus dem Gewirr befreit.Auf diese Art und Weise geht man mehrmals ein Quadrat von 20 Schritten pro Seite im Uhrzeigersinn.Wie wirkt diese Übung auf den
Hund? Der Hund lernt schnell aus seinen eigenen Fehlern und wird versuchen, diese zu vermeiden!Die weitere Vorgehensweise: Je mehr der Hund auf den Halter achtet, desto kürzer wird die Leine gefasst. Die Aufmerksamkeit des Hundes wird lediglich aus den Augenwinkeln heraus kontrolliert. Nach wie vor wird nicht gesprochen, der Hund wird nicht ermahnt und nicht gerufen! Auch direkter Blickkontakt sollte vermieden werden. Die Übungen sollten täglich 2-3 mal, niemals länger als 15 Minuten ausgeführt werden. Mit Welpen und Junghunden übt man aufgrund der geringeren Konzentrationsfähigkeit maximal 5-10 Minuten.Nach einigen Tagen wird der Hund brav, selbstbewusst und ohne Angst neben seinem Führer gehen- intensiv darauf bedacht, dem Menschen von sich aus zu folgen.Falls es später nochmals Rückfälle geben sollte, wird die Übung sofort wieder aufgefrischt und der Hund wird sich wieder daran erinnern, wie man ordentlich an der Leine geht.Das Wichtigste in Kürze:
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