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| Begrüßung ohne Hochspringen- Abgewöhnung einer lästigen Angewohnheit | ||||||||
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Pfotenabdrücke auf der Kleidung sind ärgerlich und einige Besucher bekommen es auch mit der Angst zu tun, wenn insbesondere größere Hunde sie anspringen. Die Ursache des Hochspringens liegt in dem natürlichen Verhalten von Wölfen und Hunden begründet.Jungtiere zeigen durch den Schnauzenstoß (Hochspringen) ihre Unterwürfigkeit gegenüber dem Ranghöheren. Im Zusammenleben mit dem Menschen kann sich diese Art der Begrüßung jedoch als sehr lästig erweisen. Viele Halter empfinden das freudige Hochspringen des Welpen eine gewisse Zeit lang als "niedlich". Der Körperkontakt zwischen Mensch und Hund ist zwar für den Aufbau der Bindung sehr wichtig, einem erwachsenem Hund dies aber wieder abzugewöhnen ist wesentlich mühsamer und zeitaufwendiger. Schon der Welpe sollte daher lernen, dass das Hochspringen unerwünscht ist.
Als erfolgreichstes Mittel zur
Abgewöhnung gilt die Sitzübung. Ein ruhiges "Sitz" und "Bleib" wird bereits nach wenigen Sekunden ausgiebig belohnt. Wichtig ist hierbei, das der Hund erst auf Herrchen/ Frauchens Zeichen hin (z.B. Kommando "Auf" ) die Sitzposition verlässt.Einen größeren Schritt weiter ist man, wenn man nach ca. 2 Wochen bei der Begrüßung schon aufrecht stehen bleiben kann, der Hund sich auf Kommando setzt und ruhig das Aufhebungssignalund die Belohnung erwartet. Die höchste Form der perfekten Begrüßung ist, dass der Hund sich selbständig ohne Zeichen setzt und in aller Ruhe abwartet. Hier muss jedoch jeder Halter selbst entscheiden, wie viel Perfektion er für nötig hält. Meist erscheint es ausreichend, wenn der Hund einen freudig begrüßt ohne anzuspringen und sich auf Kommando setzt.
Im Training mit einem Bekannten sollte dieser alle Lernschritte wie beschrieben durchführen. Währenddessen trägt der Hund ein Halsband mit einer leichten Leine mit deren Hilfe der Besitzer eingreifen kann. Durch einen sanften, kurzen Ruck kann der Hund zum sitzen gebracht werden.Auch der Freund/ Bekannte sollte sich nach der Übung hinunterbeugen und das Tier ausgiebig loben. Bei fremden Personen gilt das gleiche Prinzip. Ideales Hilfsmittel ist eine Roll- Leine um den Abstand zum Besitzer selbst vergrößern zu können. Fremde Besucher sollten vorab kurz (z.B. durchs Fenster) über das Vorhaben informiert werden.
... sollte das Training als Spiel durchgeführt werden: "Es klingelt- es kommt Besuch".Grundvoraussetzung ist, dass der Befehl Sitz und Bleib sicher erlernt wurde und befolgt wird. Dieses Kommando muss der Hund nach dem Klingeln strikt befolgen. Sobald er beim öffnen der Tür aufsteht, wird die Tür wieder recht laut zugestoßen. Dieses Spiel wird so lange wiederholt, bis der Hund sitzen bleibt, auch während der Fremde eintritt. Der Besucher sollte um Verständnis für das Verhalten gebeten werden - er könnte etwas verwundert sein. Der Zeitaufwand Bei 3 bis 4-maligem üben pro Tag beherrscht selbst der erwachsene Hund nach spätestens 4 Wochen die Begrüßung ohne Hochspringen.Unbedingt vermeiden sollte man aggressive Erziehungsmaßnahmen, welche früher häufig praktiziert wurden, z.B. dem Hund beim Hochspringen fest auf die Hinterpfoten zu treten. Abgesehen davon, das man hierbei kleinere Hunde verletzen kann, rufen derartige Handlungen beim Tier meist nur Ängste hervor, ein nachhaltiger Lerneffekt bleibt hierbei aus.
Quelle:
Zeitschrift HUNDE WELT ( www.hunde-welt.de
) Ausgabe 4/
2002 |
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