Magendrehung
Symptome Häufig abends oder im Anschluss an reichliche Fütterung kommt es zum plötzlichen Aufblähen des Vorderbauches. Der Hund würgt und wird unruhig, der Speichelfluss steigt (weißer klebriger zähflüssiger Schleim) und er versucht zu erbrechen. Hinzu kommt es zu Atemnot. Der Hund zeigt Schmerzenäußerungen und sein gesamter Kreislauf ist sehr stark gestört.
Ursachen Der Hund hat zu viel gefressen, die Magensäure kann die aufgenommene Nahrung nicht gleichmäßig durchdringen und der Mageninhalt wird nicht schnell genug in den Dünndarm befördert. Durch Gärung entstehen Gase, die den Magen aufblähen und dazu beitragen, dass der Mageninhalt nach unten sinkt.
Folgen Der Magen dreht sich um seine eigene Achse.
Die Speiseröhre wird eingeschnürt und der Hund kann den Magen nicht durch Würgen entlehren. Der Weiterfluss in den Dünndarm ist ebenfalls gedreht und die Nahrung kann nicht weiter befördert werden. Auch die Blutgefäße werden abgeschnürt und das Blut staut sich im Bauchraum.
Die unterbrochene Blutzufuhr führt zu Kreislaufschwäche, Taumeln, Zusammenbrechen und innerhalb weniger Stunden zu einem grausamen Tod.
Behandlung Notoperation - der Magen wird zurückgedreht, entleert und zur Verhinderung einer erneuten Drehung an die Bauchdecke angenäht.
Nachbehandlung Nach der Operation sollen die Patienten zwei bis drei Tage künstlich ernährt werden (Infusionen). Anschließen für ca. eine bis zwei Wochen einer Magen-Darm-Diät unterzogen werden. Mit zusätzlichen Antibiotika soll eine mögliche Infektion vermieden werden.

Bei bereits operierten Tieren sollte die Tagesration auf drei Mahlzeiten aufgeteilt werden. Die Fütterung sollte zu festen Tageszeiten erfolgen und das Futter etwas breiiger zubereitet werden (zu Verhinderung von Aufnahme großer Wassermengen).
Vorbeugen - feste Fütterungszeiten einhalten
- die Tagesration auf zwei bis drei Mahlzeiten verteilen
- bei gefährdeten Tieren bis zu einer Stunde nach der Mahlzeit Kontakt halten
- nur hygienisch einwandfreies Futter einsetzen
- Trockenfutter immer einweichen und in Körperwärme verabreichen
- Aufregung und Anstrengung bis zu zwei Stunden nach den Mahlzeiten vermeiden
- Die Zusammensetzung des Futters beachten (maximal 1/3  Kohlenhydrate)
- Einhaltung einer gesunden Magen-Darm-Flora